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25.06.2019 10:00

Gas hat Zukunft

Die Gaswirtschaft führt eine neue Marke ein. Aus «erdgas» entsteht der neue Brand «gazenergie». Die Kampagne wird national eingeführt und ziert unter anderem auch acht Plakatstellen in Wetzikon.

Mit diesem Schritt zeigt die Gaswirtschaft deutlich auf, dass Gas in Zukunft nicht nur als fossiler Energieträger zu betrachten ist, sondern viel mehr kann. In Zukunft kommen mehr erneuerbare Gase wie etwa Biogas oder synthetisches Gas zum Einsatz. Gas und seine Infrastruktur werden in der Energiestrategie 2050 eine zentrale Rolle spielen, um etwa Sonnenergie zu speichern und ins System zu integrieren. Nur so lassen sich die langfristige Umsetzung der Energiestrategie sicher und wirtschaftlich gestalten sowie CO2-Emissionen erheblich reduzieren. Die neue Marke «gazenergie» repräsentiert Gas und dessen Infrastruktur als wichtige Pfeiler der Schweizer Energieversorgung.

Erdgas wird weiter ein wichtiger Energieträger bleiben und in Zukunft immer stärker ökologisiert werden. Die Schweizer Gaswirtschaft hat sich bis ins Jahr 2030 zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Gase im gasversorgten Wärmemarkt auf 30 Prozent zu steigern. Das bedeutet, dass neben Erdgas neue Produkte und Dienstleistungen im Bereich der erneuerbaren Gase eingeführt und etabliert werden.

Im Vergleich zu Öl, der anteilsmässig immer noch am meisten verkaufte Energieträger in der Schweiz, lässt sich mit Erdgas bereits bis zu 25 Prozent CO2-Emissionen einsparen. Dieser Effekt lässt sich dann noch vergrössern, indem noch Biogas beigemischt wird. Seit 2017 beinhaltet der Standardgasmix der Stadtwerke Wetzikon einen umweltfreundlichen Biogas-Anteil von 5 Prozent. Erdgaskundinnen und -kunden besitzen die Möglichkeit ihren Biogasanteil individuell zu verändern oder sogar lokal produziertes Biogas von der eigenen Biogasaufbereitungsanlage «Nicola» zu beziehen, um damit ihre persönliche Umweltbilanz weiter zu verbessern. Selbstverständlich kann auch 100 Prozent Biogas gewählt werden, sodass man beinahe 100 Prozent erneuerbar unterwegs ist.

Biogas ist eine erneuerbare und nahezu CO2-neutrale Energie. Es entsteht durch die Vergärung von organischen Abfallstoffen wie Grüngut oder Klärschlamm. Derzeit werden in der Schweiz mit der sogenannten Power-to-Gas-Technik auch andere erneuerbare Gase getestet. Dabei wird aus nicht genutztem Strom, der beispielsweise mit Windturbinen produziert wird, Gas hergestellt.

Die Energiezukunft entwickelt sich in eine spannende Richtung und eine intelligente Netzkonvergenz von tragender Wichtigkeit. Das heisst, wir müssen die heute noch weitgehend getrennten Energiesysteme intelligent miteinander verbinden. Es geht darum Strom, Gas, Wärme und Verkehr so miteinander zu verknüpfen, dass die erneuerbaren Energien optimal genutzt werden können. Dies ist der entscheidende Schlüssel, um den CO2-Ausstoss drastisch zu senken. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Sektorkopplung.

Gas hat Zukunft. Mehr denn je.

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